Medienbildung

Die Sektion Medienbildung in Dichtung Digital besch?ftigt sich mit den schulpolitischen, p?dagogischen und didaktischen Aspekten der Vermittlung von Mediennutzungs- und Medienreflexionskompetenz. Neben Texten zu den Voraussetzungen, Gegenstandsbereichen und Umsetzm?glichkeiten von Medienbildung finden sich hier konkrete Didaktisierungsvorschl?ge sowie Links zu entsprechenden Initiativen on- und offline.

Bitte beachten Sie unsere Sonderausgabe!
Dichtung Digital Nr. 43:

Grundlagen der Medienbildung. Szenarien und Potentiale

Herausgegeben von Roberto Simanowski und Petra Missomelius

Die Entwicklung der Medienkulturen hat sich vehement in Bildungsprozesse eingeschrieben und affiziert die Formen der Informationsgenerierung und -verarbeitung sowie das Verst?ndnis von Wissen, Bildung und notwendigen Kompetenzen. Seit langem steht eine dezidiert medienwissenschaftliche Diskussion der bildungspolitischen Implikationen der neuen kulturellen Techniken und gesellschaftlichen Praxen an.

Die Ausgabe 43 wird von der Arbeitsgruppe?Medienkultur und Bildung?der?Gesellschaft für Medienwissenschaft?herausgegeben?und versteht sich als Beitrag zu dieser Diskussion durch die Untersuchung medienkulturwissenschaftlicher Positionen und Leitbegriffe und eine Verdeutlichung ihrer Anschlussf?higkeit an den Diskurs der Medienp?dagogik. Die Beitr?ge sind methodisch theoretisch-argumentativ und fallanalytisch angelegt und behandeln Aspekte wie die Wissensdynamiken digitaler Medien, die Legitimationen sozialer Neuverteilung von Wissen, die Generierung von Wissen mittels digitaler Werkzeuge sowie die Ideologisierung und Marktkapitalisierung von Bildung und Bildungsinstitutionen im Zuge der Nutzung von Medientechnologien.

Einleitung

von Petra Missomelius und Roberto Simanowski

Polizisten kommen jetzt ?fter in die Schulen. Früher für den Verkehrsunterricht, heute auch, um Schüler über die Gefahren des Datenhighways aufzukl?ren: über Cyber-Mobbing, Datenschutz und sexuelle Bel?stigung. Dagegen ist nichts einzuwenden. Auch nicht gegen bildungspolitische Initiativen für einen “Medienpass” oder “Medienführerschein”. Risikofolgenabsch?tzung und -vermeidung erfolgt allerdings immer schon im Rahmen einer zwangsl?ufig akzeptierten medialen Konstellation, die durch ‘verkehrspolizeiliche’ Hinweise keineswegs in Frage gestellt wird. Medienbildung – so der medienp?dagogische Diskurs zur Medienkompetenz – geht über die Kenntnis und Befolgung der Verkehrsregeln hinaus.

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